INSTITUT FÜR SPORTWISSENSCHAFTEN UND SPORT

Entmaterialisierte Goldmedaille

Das Bestandsgebäude des Instituts für Sportwissenschaften und Sport in seiner dominanten Sichtbetonarchitektur ist ein typischer Vertreter seiner Zeit.
Die Idee, die vorhandenen Fassadenproportionen und den Bestandsbaukörper nicht anzutasten führt dazu, eine Aufstockung gestalterisch vollständig vom Bestand zu lösen. Dabei müssen sich sowohl die notwendigen Fensteröffnungen als auch das gesamte Erscheinungsbild klar vom Bestand unterscheiden, die Aufstockung soll wie ein eigenständiges monolithisches Bauwerk über dem Bestand schweben.

Inhaltlich ist die Nutzung der Aufstockung ganz dem Thema Sport, Gesundheit, Fitness und sportlichem Einsatz gewidmet. Wettkampf, Leistung, sportlicher Erfolg, Gewinnen und Goldmedaille, das sind die Themen, die einem bei der inhaltlichen Betrachtung sofort in den Sinn kommen. Die Farbe und das Material Gold steht wohl mehr als jedes andere Symbol für diese Themen. Die Farbe Gold wurde deshalb bei der Aufstockung des Instituts für Sportwissenschaften und Sport zum Thema gemacht. Sie steht als Sinnbild für den Inhalt des Gebäudes und setzt sowohl im Innenraum als auch an der Fassade farblich einen klaren Kontrast zum rohen Sichtbeton des Bestandsgebäudes. In dem neuen Geschoss stehen zusätzliche Büroflächen, eine Bibliothek und sportwissenschaftliche Messräume zur Verfügung.

 

Bauherr
Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Ort
Erlangen
Zeitraum
2009 – 2011
Flächen
BGF 560 m2
Flächen
Neubau 2.120 m3
Baukosten
1,58 Mio. €